13. März 2008: Dritter Weltnierentag

11. März 2008 | Kategorie: Uncategorized
             

Warum einen Weltnierentag?

… weil bis zum Jahr 2015 36 Millionen Todesfälle auf das Konto chronischer Nierenerkrankungen und den daraus resultierenden kardiovaskulären Folgeerkrankungen gegangen sein werden. Der Weltnierentag will ein Bewusstsein für Nierenerkrankungen schaffen und die Bereitschaft zur Früherkennung erhöhen.

Chronische, nicht-übertragbare Erkrankungen (insbesondere kardiovaskuläre Erkrankungen, Hypertonie, Diabetes mellitus und chronische Nierenerkrankungen) stellen mittlerweile weltweit die Hauptbelastung der Gesundheitssysteme dar. Während die durch Infektionskrankheiten verursachten Sterbefälle tendenziell abnehmen, erleben chronische Erkrankungen einen Aufwärtstrend. Schon jetzt gehen 72% aller Erkrankungen bei Menschen im Alter über 30 Jahren auf das Konto chronischer Krankheiten – und, damit nicht genug, die Zahl chronisch kranker Patienten wird innerhalb der nächsten Jahre noch weiter steigen (um ca. 17%).?Schon jetzt “fressen” die Kosten für die Therapie von chronischen Erkrankungen 80% des gesamten Gesundheitsbudget. Der zu erwartende Anstieg stellt somit eine massive Belastung der Gesundheitssysteme weltweit dar.?Die einzige sinnvolle Handlungsoption auf diese drohende gesundheitsökonomische Krise ist die Prävention von chronischen Erkrankungen.

Warum Prävention von Nierenerkrankungen?

Einen besonderen Stellenwert muss dabei die Prävention von chronischem Nierenversagen einnehmen, denn

  • die Kosten für die Nierenersatztherapie belasten die Gesundheitssysteme enorm. Über 1,5 Millionen Menschen weltweit sind Dialyse- oder Transplantationspatienten.
  • Nierenerkrankungen sind “Krankheits-Multiplikatoren”. Sie sind oft mit Diabetes und Hypertonie vergesellschaftet und ziehen häufig kardiovaskuläre Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall) nach sich. Wird eine Nierenerkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt, können solche Folgekomplikationen vermieden werden.

Die Nierenfunktion ist ein “Diagnosefenster”

Einschränkungen der Nierenfunktion deuten nicht nur auf eine Nierenerkrankung (die dann erkannt und behandelt werden kann, bevor die Nieren irreparabel geschädigt sind), sondern stellen darüber hinaus ein frühes “Diagnosefenster” für den Gefäßstatus des Patienten dar. Dieses Diagnosefenster ermöglicht eine Erkennung und Intervention, bevor ernsthafte Erkrankungen wie Herzinfarkt, plötzlicher Herztod oder Gefäßerkrankungen eintreten können.?Der “Nieren-Check” sollte daher eine zentrale Rolle in Gesundheits- und Präventionskampagnen einnehmen, denn nur durch die Früherkennung kann den steigenden Mortalitäts- und Morbiditätsraten von chronischen Nierenerkrankungen Einhalt geboten werden.?Wie wichtig das ist, dokumentieren die Prognosen der Gesundheitsökonomen: Bis zum Jahr 2015 werden 36 Millionen Todesfälle auf das Konto chronischer Nierenerkrankungen und den daraus resultierenden kardiovaskulären Erkrankungen gegangen sein.

Source: Nierengesellschaft

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