Blutdruck selbst messen

Die Selbstmessung des Blutdrucks ist wesentlich für die Kontrolle des Behandlungserfolgs. Beim Kauf eines Messgeräts sollten daher Sitzkomfort und die Zuverlässigkeit der Werte überprüft werden.Um die Entwicklung des Bluthochdrucks sowie den Behandlungserfolg einer Hypertonie zu kontrollieren, sind regelmäßige Messungen – zu Anfang der Behandlung auch zu verschiedenen Tageszeiten – wichtig. Langfristig messen Sie Ihre täglichen Werte am besten zur gleichen Zeit (morgens sind die Werte am höchsten) und tragen die Ergebnisse in einen Blutdruckpass ein.

Die STIFTUNG WARENTEST veröffentlichte in der Januar Ausgabe 2008 ihre Testergebnisse zu Blutdruckmessgeräten zusammenfassend: “Nur fünf messen gut.” Darunter fanden sich – an erster Stelle mit dem Ergebnis 2,3 – das Handgelenkgerät boso-medistar S von BOSCH + SOHN (mittlerer Preis 29 Euro) und – mit dem Ergebnis 2,5 – das vollautomatische Handgelenk – Blutdruckmessgerät OMRON R4 Plus von Omron-Medizintechnik (mittlerer Preis 40 Euro). s.a.: http://www.test.de

Vor dem Kauf eines Blutdruck-Messgeräts, besonders wenn es für die Messung am Handgelenk bestimmt ist, sollten Sie eine Vergleichsmessung mit dem Gerät vom Arzt durchführen. Für die Selbstmessung des Blutdrucks stehen eine Reihe von Geräten zur Verfügung:

Gerätetyp Messmethode Anwendung
 
Oberarm akustisch wie beim Arzt zur Selbstmessung geeignet
Oberarm Oszillometrisch zur Selbstmessung besonders geeignet
Handgelenk Oszillometrisch Geeignet, wenn Werte mit denen am Oberarm vergleichbar sind
Zeigefinger Volumenpuls/Infrarot nur eingeschränkt anwendbar

Die auf dem Markt verfügbaren Geräte sind in ihrer Funktionsweise halb- oder vollautomatisch und weisen dadurch unterschiedlichen Bedienkomfort auf. Der richtige Umgang mit den Messgeräten ist für die zuverlässige Ermittlung Ihrer Blutdruckwerte entscheidend. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl auf folgende wichtige Voraussetzungen für die an Ihren individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Eignung eines Gerätes achten:

  • Bequemes Anlegen und richtiger Sitz der Manschette
  • Passform des Manschettenumfangs: nicht zu eng oder zu lose, richtige Breite
  • Gute Ablesbarkeit der Anzeige der Werte
  • Gute Handhabung des Deckels zum Batteriefach und einfaches Einlegen der Batterien

Zu hohe Blutdruckwerte entstehen bei der Messung an Oberarm und Handgelenk, wenn

  • Unruhe besteht
  • beim Messen gesprochen wird
  • die Manschette zu eng sitzt
  • die Ellenbeuge unterhalb der Höhe des Herzens ist
  • das Handgelenk (wenn hier gemessen wird) unterhalb der Herzhöhe gehalten wird

Zu niedrige Blutdruckwerte entstehen, wenn

  • die Manschette zu locker sitzt

Falsche Blutdruckwerte entstehen, wenn

  • die Manschette über der Kleidung angelegt ist
  • das Mikrophon falsch platziert ist
  • der Oberarm oberhalb der Manschette durch zu enge Kleidung eingeschnürt ist
  • die Manschette zu niedrig aufgepumpt ist
  • die Ablassgeschwindigkeit zu schnell ist
  • bei Geräten mit Druckvorwahl nachgepumpt wird

Erfahren Sie hier, wie wichtig Bewegung bzw. Ausdauersport ist.


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