Losartan

Losartan (Handelsname Lorzaar®; Hersteller MSD Sharp & Dohme) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der AT1-Antagonisten (syn.: Sartane) und wird zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt.

Anwendungsgebiete (Indikationen)

  • Behandlung der essenziellen Hypertonie, Arterielle Hypertonie
  • Reduktion des Schlaganfallrisikos bei hypertonen Patienten mit EKG-dokumentierter linksventrikulärer (in den linken Herzkammern) Hypertrophie.
  • Diabetische Nephropathie mit Hypertonie bei Typ 2 Diabetes mellitus und einer Proteinurie > 0,5 g/Tag als Teil einer antihypertensiven Behandlung.
  • Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz – im Allgemeinen in Komedikation mit einem Diuretikum und Digitalis – (bei Patienten > 60 Jahren), wenn die Behandlung mit einem ACE-Hemmer wegen Unverträglichkeit, insbesondere Husten, oder Kontraindikation als nicht geeignet erachtet wird. Patienten mit Herzinsuffizienz, die mit einem ACE-Hemmer stabil eingestellt sind, sollten nicht auf Losartan umgestellt werden. Die Patienten sollen eine erniedrigte linksventrikuläre Ejektionsfraktion von < 40 % aufweisen sowie unter Herzinsuffizienztherapie klinisch stabil sein.

Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit

  • Schwangerschaft

Es gibt mit Losartan keine Erfahrungen bei schwangeren Frauen. Präklinische Studien mit Tierversuchen zeigten jedoch fetale und neonatale Schäden mit Todesfällen, die auf die Wirkungen des Arzneistoffs im Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) zurückgeführt werden. Arzneistoffe, die direkt auf das RAAS wirken, können Schäden in der fetalen Entwicklung verursachen, wenn sie im zweiten und dritten Trimenon der Schwangerschaft angewendet werden. Die fetale Nierenperfusion beginnt beim Menschen, welche von der Entwicklung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängig ist, im zweiten Trimenon. Demnach erhöht sich das Risiko bei einer Therapie mit Losartanhaltigen Arzneimitteln im zweiten und dritten Trimenon. Es empfiehlt sich, bei der Feststellung einer Schwangerschaft die Behandlung mit Losartan zu beenden.

  • Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Losartan in die Muttermilch übertritt. Bei der Ratte wurden bedeutsame Spiegel von Losartan und seinem aktiven Metaboliten in der Milch gefunden. Deshalb ist die Behandlung mit Losartan während der Stillzeit kontraindiziert.


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