Schwangerschaft


Bluthochdruck tritt bei Frauen meist erst nach den Wechseljahren auf.

Obwohl viele schwangere Frauen mit hohem Blutdruck gesunde Kinder ohne irgendwelche Probleme bekommen, kann doch Bluthochdruck sowohl für die Mutter als auch für den Fötus gefährlich sein.

Frauen mit Bluthochdruck haben während der Schwangerschaft eher Komplikationen als Frauen mit einem normalen Blutdruck. Aber es gibt auch einige Frauen, die während der Schwangerschaft einen Bluthochdruck entwickeln.

Der unkomplizierte Schwangerschaftshochdruck tritt erst im dritten Drittel der Schwangerschaft auf. Innere Organe werden nicht geschädigt. Diese Form eines Schwangerschaftshochdrucks endet spätestens sechs Wochen nach der Geburt.

Die sogenannte Präeklampsie (Hochdruck und Eiweißausscheidung im Urin) tritt in der Regel erst nach der 20. Woche auf. In der schwerwiegendsten Form der Eklampsie und dem HELLP-Syndrom kann es bei der Mutter zu Nierenschäden, Krampfanfällen, Gehirn- und Leberblutungen bis zur Todesfolge kommen. Beim Ungeborenen wird die Sauerstoffzufuhr und das Wachstum gestört.

Aufgrund der o.a Ausführungen ist es wichtig, den Blutdruck während der Schwangerschaft regelmäßig zu überwachen.

Schon bevor Sie schwanger werden, sollten Sie Ihren Blutdruck unter Kontrolle halten. Eine Änderung der Lebensgewohnheiten (wenig Salz, körperliche Bewegung, eventuelle Gewichtsabnahme, falls erforderlich) kann dabei hilfreich sein. Falls Sie bereits Medikamente gegen Bluthochdruck einnehmen, diskutieren Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie eventuell die Dosis verringern oder sogar das Medikament selbst wechseln sollten.

Experten raten derzeit davon ab, während der Schwangerschaft ACE-Hemmer oder Sartane zu nehmen. Stoppen Sie aber nie die Einnahme eines Medikaments, ohne Ihren verschreibenden Arzt zu befragen!

Während der Schwangerschaft sollten Sie

  • regelmäßig zur Pränataluntersuchung gehen,
  • Alkohol und Nikotin meiden
  • und mit Ihrem Arzt über jegliche Medizin sprechen, die Sie von weiteren Ärzten verschrieben bekommen haben oder – ohne Verschreibung – in der Apotheke gekauft haben (so genannte freiverkäufliche Medikamente, wie z.B. Wick MediNait®, Thomapyrin® etc.). Kritische Empfehlung: bitte am Besten auf alles verzichten!

S.a. News vom 2.12.2011: Medikamente in der Schwangerschaft Reale Risiken und übertriebene Ängste

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