Herzinsuffizienz


Die Herzinsuffizienz ist die krankhafte Unfähigkeit des Herzens, die vom Körper benötigte Blutmenge (Herzzeitvolumen) ohne Druckanstieg in den Herzvorhöfen zu fördern. Sie kann in zwei verschiedenen Verlaufsformen auftreten, der chronischen und der akuten Form.

Die akute Herzinsuffizienz entwickelt sich im Verlauf von Stunden bis Tagen. Ursachen sind:

  • Tachykarde (zu schnelle) oder bradykarde (zu langsame) Herzrhythmusstörungen.
  • Mechanische Behinderung der Herzkammerfüllung, z.B. durch Perikardtamponade.
  • Plötzlich auftretende Klappeninsuffizienzen durch Einriss einer vorgeschädigten Herzklappe.
  • Akut und schwer verlaufende Herzmuskelentzündung.
  • Lungenembolie.

Die chronische Herzinsuffizienz entwickelt sich im Verlauf von Monaten bis Jahren. Sie ist charakterisiert durch Kompensationsprozesse des Organismus (schnellerer Herzschlag, Verdickung des Herzmuskels, Engstellung der Blutgefäße, Vermehrung des Blutvolumens usw.), die die verminderte Pumpleistung des Herzens eine Zeit lang ausgleichen können. Die kompensierte Herzinsuffizienz zeigt keine Symptome oder erst bei stärkerer, körperlicher Belastung. Im dekompensierten Stadium kommt es zu pathologischen Wasseransammlungen (Ödeme) und Luftnot (Dyspnoe) in Ruhe oder unter geringer Belastung.


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Was ist das?