Ursachen

Man unterscheidet zwischen “essentieller” (oder auch “primärer”) Hypertonie und “sekundärer” Hypertonie

Essentielle Hypertonie:
Die häufigste Form der Hypertonie ist die so genannte essentielle oder primäre Hypertonie. 85-90% aller Patienten, die an arteriellem Bluthochdruck leiden, leiden an dieser Form der Hypertonie. Das Problem ist, dass die genaue Ursache der essentiellen Hypertonie nicht bekannt ist.

Sekundäre Hypertonie:
Jede Erkrankung der Nieren, die das Nierengewebe dauerhaft schädigt, kann einen Bluthochdruck verursachen. Es bildet sich ein Teufelskreis, da der entstehende hohe Druck in den Gefässen das Nierengewebe weiter schädigt und somit der Vorgang beschleunigt wird. Auch wenn die Nierenarterie verengt ist, und dadurch die Niere nur ungenügend mit Blut versorgt werden kann, versucht diese die Durchblutung durch eine Erhöhung des gesamten Blutdruckes zu steigern. Seltener können hormonelle Störungen durch Fehlregulationen den Blutdruck erhöhen. Beispiele dafür sind das Cushing-Syndrom, Conn-Syndrom und das Phäochromozytom.

Mehrere Verhaltensweisen spielen eine Rolle in der Entstehung der Hypertonie. Wichtig und verbreitet sind das Rauchen, Übergewicht, wenig körperliche Bewegung, ein hoher Kochsalz- und Alkoholkonsum sowie Stress. Stress verursacht nur einen zeitlich begrenzten Bluthochdruck. Danach kehrt er wieder auf normale Werte zurück.

Ein gutes Beispiel dafür ist die „Weisskittelhypertonie“, welche den Umstand beschreibt, dass die meisten Patienten beim Arzt einen höheren Blutdruck haben als zuhause, weil sie zu diesem Zeitpunkt aufgeregt sind. Dass der Blutdruck mit zunehmendem Alter kontinuierlich ansteigt, liegt in der über die Jahre entstehenden Atherosklerose, einer Verkalkung der Gefässe, begründet.

Das Herz wird bei steigendem Blutdruck zunehmend belastet. Bei Patienten mit vorgeschädigtem Herz kann es deshalb zu einer Herzüberbelastung und einem Herzversagen kommen.

Eine spezielle Form des Bluthochdrucks ist die Schwangerschaftshypertonie, welche ausschliesslich bei schwangeren Frauen auftritt, sich jedoch nicht in allen Fällen nach der Schwangerschaft wieder normalisiert.

Erfahren Sie hier mehr zum “Thema Ernährung und Bluthochdruck.


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