Die tückische Volkskrankheit: Bluthochdruck ist Hauptrisikofaktor beim Schlaganfall

16. Mai 2011 | Kategorie: News
             

Welthypertonietag in Münster am 28. Mai 2011 im Rathaus: Bluthochdruck-Experten stehen Rede und Antwort / Jeder Zweite über 35 Jahre ist betroffen
Man spürt ihn erst nicht und sieht ihn auch nicht direkt: Bluthochdruck, der Fachbegriff lautet Hypertonie. „Der Bluthochdruck macht anfangs oft keine Beschwerden und bleibt meistens zunächst unentdeckt. Gerade das ist das Tückische, denn die Folgen für die Gesundheit sind auf Dauer oft schwerwie-gend. Der Bluthochdruck ist führender Risikofaktor beim Schlaganfall und eine maßgebliche Ursache von Herzleiden und Nierenerkrankungen. In Deutschland lei-det jeder zweite Bundesbürger über 35 Jahren an einer Hypertonie“, erläutert Prof. Dr. Dr. Eva Brand, stellvertretende Direktorin der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin D (Allg. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten und Rheumatologie) des Universitätsklinikums Münster (UKM). Wie kann man sich schützen? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Diese Fragen stehen im Vor-dergrund des Welthypertonietages in Münster am 28. Mai (Samstag) von 10 bis 13 Uhr im Festsaal des Münsteraner Rathauses.

Ein breit aufgestelltes Netzwerk von Ärzten und Wissenschaftlern aus Münster unter der Schirmherrschaft der Deutschen Hochdruckliga lädt hierzu alle Interessierten ein.

Namhafte Experten stehen Interessierten und Betroffenen durch Vorträge (von 10 Uhr bis 12 Uhr) und an Informationsständen (von 12 Uhr bis 13 Uhr) Rede und Ant-wort zu den Möglichkeiten der Erkennung und Behandlung des Bluthochdrucks. Dabei soll die Rolle nicht-medikamentöser (Ernährung, Bewegung/Sport und Stress-management) und medikamentöser Therapieansätze sowie Möglichkeiten der Vorbeugung aufgezeigt werden. Selbstverständlich können alle Besucher ihren Blutdruck messen lassen und ihr individuelles Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ermitteln lassen. Ein Blutdruck niedriger als 120/80 gilt als optimaler Blutdruck. Wenn der systolische Blutdruck höher als 140 oder der diastolische Blutdruck höher als als 90 ist, liegt Bluthochdruck vor.

Der Welthypertonietag findet im Festsaal des Münsteraner Rathauses statt. Das ist natürlich kein Zufall: „Die medizinische Prävention ist einer der drei Schwerpunkte der Allianz für Wissenschaft Münster. Gerade solche Aktionen für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sind ein wesentlicher Beitrag für die gemeinsame Arbeit der Allianz. Sie zeigen und bündeln die Kompetenzen am Gesundheitsstandort Münster“, erklärt Bernadette Spinnen, Leiterin von Münster Marketing. In der Alli-anz für Wissenschaft arbeiten die Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Stadt für den Ausbau des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Münster. Zudem gilt es auch, den wissenschaftlichen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern auszubauen sowie Wissenschaft und Forschung praxisnah zu vermitteln. Spinnen: „Der Welthypertonietag ist hierfür ein Paradebeispiel.“

Zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen beim Bluthochdruck zählt Bewegung und Sport: „Regelmäßige körperliche Bewegung schützt enorm. Die Tendenz ist in der Bevölkerung leider gegenläufig: Die Deutschen werden mehr und mehr zu Bewegungsmuffeln und verbringen lieber Zeit auf der Couch“, betont Dr. Albert Fromme, vom Institut für Sportmedizin der Universität Münster. Dabei muss es nicht gleich der Gang ins Fitness-Studio sein: Der Verzicht aufs Auto bei kurzen Strecken oder der Spaziergang anstelle des DVD-Abends sind bereits wichtige, erste Schritte. Allerdings sollte der Spaziergang nicht regelmäßig in Fast-Food-Läden führen: Denn auch eine salz- und fettreiche Ernährung zählt zu den Risikofaktoren.

Was aber, wenn ein Bluthochdruck bereits eingetreten ist? „Bluthochdruck lässt sich in den meisten Fällen medikamentös behandeln. Wir legen jedoch zusätzlich einen besonderen Schwerpunkt auf eine begleitende ernährungs- und sportmedizinische Behandlung. In Zusammenarbeit mit der psychosomatischen Klinik des UKM bieten wir außerdem ein Stressmanagement an. Durch diese nicht-medikamentösen Maß-nahmen lassen sich die Medikamentenanzahl und -dosierung deutlich reduzieren“, erläutert Prof. Brand.

All diese Themen finden sich auch im Programm für den Welthypertonietag am 28. Mai wieder. Prof. Brand ist überzeugt: „Wir bieten ein spannendes Programm. Der Besuch lohnt sich und lässt sich natürlich wunderbar mit einem Bummel durch die Innenstadt verbinden.“ Das gilt auch speziell für Familien: Eine Kinderbetreuung im benachbarten Maxi-Turm ist möglich.

Termininfos auf einen Blick:

Welthypertonietag in Münster

Wann: Samstag, 28. Mai 2011 | 10.00 – 13.00 Uhr
Wo: Festsaal des Münsteraner Rathauses, 1. Etage (Eingang Stadtweinhaus), Prinzipalmarkt 10, 48143 Münster

Quelle: Universitätsklinikum Münster

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