In einem Monat ist Weltnierentag!

13. Februar 2014 | Kategorie: Gesundheitstipps
             

Um möglichst lange dialysefrei leben zu können, sollten gerade ältere Menschen auf ihre Nieren achten.

Am 13. März 2014 ist Weltnierentag. Ziel des weltweiten Aktionstags ist es, ein Bewusstsein für die chronische Nierenerkrankung zu schaffen und Präventionsmaßnahmen bekannter zu machen. Das Motto des diesjährigen Weltnierentags lautet „Nierenstark ins Alter“ – denn eine abnehmende Nierenfunktion ist zwar auch eine Alterserscheinung, sie kann aber durch verschieden Lebensstilfaktoren beschleunigt werden. Um möglichst lange dialysefrei leben zu können, sollten gerade ältere Menschen auf ihre Nieren achten.

Eine chronische Nierenerkrankung tritt häufig erst in der zweiten Lebenshälfte auf. Zwar ist es normal, dass die Organfunktion im Alter leicht abnimmt, wenn aber Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Rauchen die Gefäße zusätzlich schädigen – die Nieren bestehen aus vielen kleinen Gefäßknäuel – kann die Nierenfunktion rasant abnehmen. Liegt die Organfunktion unter 10% spricht man von einem Nierenversagen. Die Betroffenen sind dann auf eine Nierenersatztherapie, d.h. entweder auf eine Transplantation oder auf die Dialyse („Blutwäsche“) angewiesen. Das stellt einen tiefen Einschnitt im Leben der Patienten dar. Derzeit gibt es in Deutschland 71.000 Dialysepatienten, die meisten von Ihnen sind über 65 Jahre alt. Sie müssen dreimal pro Woche vier Stunden lang dialysiert werden. Da das Nierenversagen nicht nur mit Einbußen in der Lebensqualität verbunden ist, sondern auch mit einem deutlich erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko einhergeht, sollten gerade ältere Menschen darauf achten, ihre Nieren möglichst lange funktionstüchtig zu erhalten.

Wie das geht, darüber informiert ein Faltblatt der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), der Deutschen Nierenstiftung und des KfH Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation e.V., das ab Ende Februar in Apotheken in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein, Saarland und Sachsen ausliegen wird. Wichtig für die Prävention eines Nierenversagens ist alles, was die Gefäße schützt, denn die Nierenkörperchen, die die Filterfunktion des Organs übernehmen, bestehen aus vielen Kleinstgefäßen. Aktiver Gefäßschutz ist daher wesentlich und das bedeutet konkret Nichtrauchen, gesunde Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht. Ältere Menschen sollten zudem regelmäßig ihren Blutdruck messen (und ggf. medikamentös einstellen auf <140/90 mmHg) sowie regelmäßig eine Blutzuckerkontrolle durchführen. Menschen mit Bluthochdruck wie auch Diabetiker sind besonders gefährdet, ein Nierenversagen zu entwickeln, die Blutdrucksenkung bzw. Blutzuckereinstellung sind daher wichtige Maßnahmen für ein langes, dialysefreies Leben! Quelle: Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN)

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