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		<title>Body-Mass-Index taugt nicht für die gesundheitliche Risikovorhersage</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 16:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aeses</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Studie: Mediziner am Münchner LMU-Klinikum empfiehlt neue Messgröße zur Bewertung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos
Kaum jemand bezweifelt, dass auch Deutschland mitten im Zeitalter von Übergewicht und Fettleibigkeit steckt. Laut jüngsten Studien sind 75 Prozent aller deutschen Männer und fast 60 Prozent der Frauen übergewichtig, mehr als 50 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen gar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Studie: Mediziner am Münchner LMU-Klinikum empfiehlt neue Messgröße zur Bewertung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos</strong></p>
<p>Kaum jemand bezweifelt, dass auch Deutschland mitten im Zeitalter von Übergewicht und Fettleibigkeit steckt. Laut jüngsten Studien sind 75 Prozent aller deutschen Männer und fast 60 Prozent der Frauen übergewichtig, mehr als 50 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen gar fettleibig. Was indes die Zahlen medizinisch bedeuten, ist unklar. Denn gängige Statistiken beruhen auf Erhebungen mit dem Body-Mass-Index (BMI), der den meisten wohl vertraut sein dürfte. Doch dieses von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene Maß steht seit einiger Zeit in der Kritik der Experten. &#8220;Der BMI spielt keine Rolle für das Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Todesrisiko eines Menschen&#8221;, betont Dr. Harald J. Schneider von der Medizinischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Campus Innenstadt, nach einer neuen Studie, die er geleitet hat. Für derlei Risiko-Aussagen eignet sich viel besser der Wert, der sich ergibt, wenn man Taillenumfang durch Körpergröße teilt &#8211; kurz WHtR genannt (aus dem Englischen für waist-to-height-ratio).</p>
<p>Nicht die Menge, sondern die Verteilung des Körperfetts ist offenbar entscheidend für bestimmte Krankheits-Gefahren. Tatsächlich sprechen Experten wie Dr. Schneider inzwischen von &#8220;gutem und bösem Fett.&#8221; Der Speck um den Bauch &#8211; also um die Taille &#8211; kann schädliche Fettsäuren abgeben und diverse Botenstoffe in den Körper abgeben, die Entzündungen fördern. Das passiert auch und gerade in den Gefäßen, was die Arteriosklerose vorantreibt. Hüft-, Oberschenkel- und Gesäßfett hingegen haben nach jüngsten Erkenntnissen nichts mit dem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu tun und wirken mitunter schützend, wie manche Untersuchungen zeigen. Entsprechend versuchen die Wissenschaftler das ideale Maß zu finden, das die realen Verhältnisse widerspiegelt. In der Diskussion sind das Verhältnis von Hüft- zu Taillenumfang (WHR) und eben der WHtR.</p>
<p>Der LMU-Mediziner und seine Kollegen vom Münchener Max-Planck-Institut für Psychiatrie, der Universität Greifswald, der Technischen Universität Dresden und der Universität Lübeck haben in ihre Studie knapp 11.000 Probanden einbezogen und zu Beginn für jeden Studienteilnehmer WHR, WHtR und BMI ermittelt. Dabei wurden für jedes Maß vier Größenordnungen festgelegt. Drei bis acht Jahre lang beobachteten die Forscher dann die gesundheitliche Entwicklung der Probanden. Ergebnis: Ob ein Mensch einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall bekommt oder daran stirbt, lässt sich am besten mit dem WHtR abbilden. &#8220;Je höher der WHtR, desto größer das Risiko&#8221;, erklärt Dr. Schneider. Die beiden anderen getesteten Maße waren weitaus weniger (WHR) oder gar nicht (BMI) aussagekräftig. &#8220;Es gibt immer mehr Studien, die belegen, dass die Messung des BMI wenig bringt&#8221;, sagt der Experte des Klinikum Münchens &#8211; und hofft darauf, &#8220;dass medizinische Fachgesellschaften und WHO ihre Empfehlungen für die Messung des Körperfetts bald ändern.&#8221;</p>
<p>Literatur: J. Clin. Endocrinol Metab, April 2010, 95(4); 0000-0000</p>
<p>Quelle: Klinikum der Universität München</p>
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		<title>Herzinsuffizienz: Wirkweise von beta-Rezeptoren aufgeklärt</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 16:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aeses</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mikroskopische Einblicke in das versagende Herz &#8211; Wissenschaftler fanden heraus, dass Rezeptoren an der Oberfläche erkrankter Herzmuskelzellen ihre Plätze verlassen und in Folge dessen schädliche Signale erzeugen. Forschern am Imperial College London ist es in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Würzburg gelungen, charakteristische Veränderungen auf erkrankten Herzmuskelzellen in bisher unerreichter Detailgenauigkeit sichtbar zu machen. Ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mikroskopische Einblicke in das versagende Herz &#8211; Wissenschaftler fanden heraus, dass Rezeptoren an der Oberfläche erkrankter Herzmuskelzellen ihre Plätze verlassen und in Folge dessen schädliche Signale erzeugen. Forschern am Imperial College London ist es in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Würzburg gelungen, charakteristische Veränderungen auf erkrankten Herzmuskelzellen in bisher unerreichter Detailgenauigkeit sichtbar zu machen. Ihre Bilder zeigen, dass die normalerweise stark strukturierte Oberfläche von Herzmuskelzellen bei Herzschwäche abgeflacht wird und sich dadurch auch Abläufe im Inneren der Zelle verändern.</p>
<p>In der Studie, die am 26. Februar in der renommierten Fachzeitschrift Science erscheint, schildern die Wissenschaftler, wie sie zunächst mit einer winzigen Glaspipette Herzmuskelzellen abtasten. Daraus ergibt sich ein Bild der Zelloberfläche, auf der winzige Details im Nano-Bereich sichtbar werden. Deutlich zu erkennen sind regelmäßig angeordnete Mündungen von Röhrensystemen, den so genannten transversalen Tubuli, die ins Zellinnere hineinreichen. Man weiß schon lange, dass sich an der Oberfläche von Herzmuskelzellen mindestens zwei verschiedene Typen von Rezeptoren für das Stresshormon Adrenalin befinden. Beide bewirken einen schnelleren und kräftigeren Herzschlag. Doch während der eine (beta-2) das Herz schütz, scheint der andere (beta-1) das Organ sogar zu schädigen. Bisher war jedoch unbekannt, woher diese Unterschiede kommen, denn beide Rezeptoren haben die gleiche Wirkung: Sie regen die Produktion von cAMP in den Herzmuskelzellen an.</p>
<p>Mit ihren winzigen Pipetten gelang es den Wissenschaftlern nun, die Rezeptoren selektiv &#8211; sowohl an der Oberfläche als auch direkt in den Tubuli &#8211; zu stimulieren. Dadurch konnten sie genau untersuchen, wie cAMP im Anschluss gebildet wird. Es zeigte sich, dass beta-2 Rezeptoren ausschließlich in den Tubuli sitzen, beta-1-Rezeptoren hingegen über die ganze Zelloberfläche verteilt sind. Die Rezeptoren in den Tubuli erzeugten räumlich eng begrenzte cAMP-Signale, während sich nach Stimulation der Rezeptoren an der Zelloberfläche das cAMP in der ganzen Zelle ausbreitete. Zudem fanden die Forscher heraus, dass bei Herzversagen die Tubuli zunehmend verschwinden und die beta-2-Rezeptoren im Zuge dessen an die Oberfläche gelangen. &#8220;Im kranken Herzen erzeugen die beta-2-Rezeptoren statt &#8220;guter&#8221;, örtlich begrenzter Signale schädliche cAMP-Signale, die sich über die ganze Zelle verteilten. Sie arbeiten in diesem Fall genauso wie die beta-1-Rezeptoren&#8221;, erläutert Viacheslav Nikolaev, der den cAMP-Sensor in Würzburg entwickelte und anschließend die Experimente in London vornahm. &#8220;Wir wissen nun, wie beta-Rezeptoren gute und schlechte Signale erzeugen. Jetzt sind bessere Beta-Blocker oder auch ganz neue Medikamente denkbar, um Herzversagen zu behandeln.&#8221;</p>
<p>Für die Untersuchung kombinierten die Wissenschaftler ein hochempfindliches Abtastverfahren der Zelloberfläche, das am Imperial College von Julia Gorelik und Yuri Korchev erfunden wurde, mit einem mikroskopischen Nachweisverfahren für einen zentralen Botenstoff in Herzmuskelzellen, dem so genannten cyclischen AMP (cAMP). Diese Methode wurde von der Arbeitsgruppe um Martin Lohse am Rudolf-Virchow-Zentrum und dem Institut für Pharmakologie der Universität Würzburg entwickelt &#8211; dabei zeigt ein fluoreszierender Sensor in den Zellen die Menge des Botenstoffs cAMP an.</p>
<p>Publikation:<br />
<a href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/science.1185988">Redistribution of Beta-2 Adrenergic Receptors in Heart Failure Changes cAMP Compartmentation, Science, Friday 26 February 2010</a></p>
<p>Quelle: Rudolf-Virchow-Zentrum / DFG &#8211; Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin</p>
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		<title>Niedriger Intelligenz-Quotient</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 14:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aeses</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein niedriger Intelligenz-Quotient (IQ) ist nach dem Rauchen der wichtigste Risiko-Indikator für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, bedeutsamer noch als Übergewicht und Bluthochdruck. Ähnliche Ergebnisse ergaben sich im Hinblick auf die Gesamtsterblichkeit. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, vom britischen Medical Research Council finanzierten wissenschaftlichen Untersuchung von 1145 Männern und Frauen im Alter von rund 55 Jahren, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein niedriger Intelligenz-Quotient (IQ) ist nach dem Rauchen der wichtigste Risiko-Indikator für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, bedeutsamer noch als Übergewicht und Bluthochdruck. Ähnliche Ergebnisse ergaben sich im Hinblick auf die Gesamtsterblichkeit. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, vom britischen Medical Research Council finanzierten wissenschaftlichen Untersuchung von 1145 Männern und Frauen im Alter von rund 55 Jahren, die über einen Zeitraum von 20 Jahren beobachtet worden waren. (&#8220;West of Scotland Twenty-07&#8243;, veröffentlicht in der Februar-Ausgabe des &#8220;European Journal of Cardiovascular Prevention and Rehabilitation&#8221;.<br />
Untersucht wurden im Rahmen der Studie die Auswirkungen sozialer Faktoren auf die Gesundheit in der Allgemeinbevölkerung, dabei wurden Daten zu Körpergröße, Gewicht, Blutdruck, Tabakkonsum, körperlicher Aktivität, Bildung und Beruf erfasst. Die geistigen Fähigkeiten (IQ) wurden mit einem der üblichen Intelligenztests ermittelt.</p>
<p>&#8220;Die Konsequenzen für eine Prävention liegen ganz klar in erster Linie im gesellschaftspolitischen Bereich&#8221;, kommentiert Prof. Dr. Helmut Gohlke (Chefarzt Abt. Klinische Kardiologie II; Herz-Zentrum in Bad Krozingen) diese Ergebnisse. &#8221; Empfehlungen zur Prävention müssen auf die geistigen Aufnahme-Fähigkeiten und auf die realen Lebens- und Arbeits-Bedingungen des Adressaten abgestimmt sein.&#8221;</p>
<p>Studienleiter Dr. David Batty nennt mehrere Mechanismen, wodurch ein niedriger IQ das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöht. Insbesondere sind das der Zusammenhang von geringer Intelligenz und gesundheitsschädigendem Verhalten zum Beispiel hinsichtlich Rauchen oder geringer körperlicher Aktivität und die damit verbundenen Folgen wie Übergewicht oder Bluthochdruck. Eine weitere mögliche Erklärung sei der Umstand, dass der IQ eines Menschen als Indikator der Summe im Laufe seines Lebens erfolgter physischer Schäden etwa durch Krankheit oder Fehlernährung angesehen werden kann.</p>
<p>Hinsichtlich der Auswirkungen dieser Ergebnisse auf das Gesundheitswesen betonte Dr. Batty, dass die individuellen Fähigkeiten eines Patienten, reflektiert durch seinen IQ, von großer Wichtigkeit für das Management seiner kardiovaskulären Risikofaktoren sind. &#8220;Vom Standpunkt des Gesundheitswesens aus gesehen bestünde durchaus die Möglichkeit, den IQ anzuheben, wobei aber die Ergebnisse aus Studien zu Frühförderung und schulvorbereitenden Programmen noch keine eindeutigen Rückschlüsse erlauben&#8221;, so Dr. Batty.</p>
<p>Dr. Batty machte außerdem darauf aufmerksam, dass der IQ einer der wichtigsten Gründe dafür ist, dass die soziale Schicht in hohem Maße für Ungleichheiten hinsichtlich der gesundheitlichen Versorgung maßgeblich ist. Ein niedriger IQ könnte eine weitere unabhängige Erklärung darstellen.</p>
<p>&#8220;Das Verdienst dieser Arbeit ist, auf die relative Bedeutung des IQ im Vergleich zu einigen bekannten Risikofaktoren hingewiesen zu haben&#8221;, so Prof. Gohlke. &#8220;Der niedrige IQ ist kein Risikofaktor, sondern lediglich ein Indikator für höhere Gefährdung. Der IQ ist auch keineswegs vollständig begabungsabhängig, sondern auch bildungs- und ausbildungsabhängig.&#8221;</p>
<p>Es sei seit langem bekannt, dass sozial Unterprivilegierte eine erheblich geringere Lebenserwartung haben als Bevölkerungsgruppen in den oberen sozialen Schichten. Prof. Gohlke: &#8220;In Deutschland ist das Mortalitätsrisiko der niedrigeren Einkommensgruppen bei vergleichbarem Alter im Vergleich zur ökonomisch am besten gestellten Gruppen um den Faktor 2,5 erhöht, und damit liegt die Bedeutung des sozialen Status &#8211; gemessen am Einkommen &#8211; in der gleichen Größenordnung wie diejenige des IQ.&#8221;</p>
<p>Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie &#8211; Herz- und Kreislaufforschung e.V.</p>
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		<title>Salz in Lebensmitteln muss gekennzeichnet werden</title>
		<link>http://www.bluthochdruck.de/salz-in-lebensmitteln-muss-gekennzeichnet-werden</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 14:39:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aeses</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine wesentliche Ursache für Bluthochdruck ist ein zu hoher Kochsalzkonsum. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich dadurch. Weniger Salz kann somit Leben retten. Das belegt eine aktuelle Studie im New England Journal of Medicine (NEJM).
Demnach würde, alleine in den USA, eine drei Gramm niedrigere Tagesration 44 000 bis 92 000 Todesfälle pro Jahr vermeiden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine wesentliche Ursache für Bluthochdruck ist ein zu hoher Kochsalzkonsum. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich dadurch. Weniger Salz kann somit Leben retten. Das belegt eine aktuelle Studie im New England Journal of Medicine (NEJM).</p>
<p>Demnach würde, alleine in den USA, eine drei Gramm niedrigere Tagesration 44 000 bis 92 000 Todesfälle pro Jahr vermeiden. Damit Menschen eine Chance haben, ihren Salzkonsum zu reduzieren, müssten sie wissen, in welchen Lebensmitteln Salz zu finden ist. Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) fordert deshalb eine Ampel-Kennzeichnung von verstecktem Salz in Lebensmitteln.</p>
<p>Vor allem Fertigprodukte, Fastfood und häufiges Nachsalzen erhöhen die empfohlene tägliche Salzdosis. Durch Veränderungen der Essgewohnheiten in den westlichen Gesellschaften ist der durchschnittliche tägliche Kochsalzkonsum gestiegen. In Deutschland beispielsweise auf durchschnittlich zehn Gramm pro Tag. Demgegenüber liegt der eigentliche Bedarf an Kochsalz bei weniger als drei Gramm pro Tag.</p>
<p>Zahlreiche Fachgesellschaften und die WHO empfehlen deshalb den Kochsalzkonsum auf jeden Fall unter sechs Gramm pro Tag einzuschränken. &#8220;Ein hoher Salzkonsum entsteht häufig gar nicht durch das eigene Nachsalzen, sondern durch den hohen Salzgehalt prozessierter Nahrung. Denn viele Produkte, die wir tagtäglich bedenkenlos essen, haben einen hohen Salzanteil. Das gilt nicht nur für die sogenannten &#8216;üblichen Verdächtigen&#8217;, wie Fertigpizza oder Tütensuppe. Auch Brot, Käse und Wurst sind sehr salzhaltig. Die wenigsten wissen jedoch, dass auch Schokolade viel Salz enthalten kann&#8221;, warnt Professor Dr. med. Joachim Hoyer, Vorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e. V. (DHL) und Leiter der Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Nephrologie an der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität in Marburg.</p>
<p>&#8220;Eine deutliche Senkung des Salzkonsums kann bei Hypertonikern außerdem dazu führen, dass die Anzahl der blutdrucksenkenden Medikamente drastisch vermindert werden kann&#8221;, so der Experte weiter. Laut NEJM-Studie zieht eine Reduktion des Salzkonsums noch weitere positive Effekte nach sich: 60 000 bis 120 000 weniger neue Fällen chronischer Herzkrankheiten, 54 000 bis 99 000 weniger akute Herzinfarkte und 32 000 bis 66 000 weniger Schlaganfälle pro Jahr, alleine in den USA.</p>
<p>&#8220;Jeder Mensch sollte die Chance haben, seinen Salzkonsum und damit sein Krankheitsrisiko zu reduzieren. Dafür müssen wir jedoch wissen, in welchen Lebensmitteln Salz zu finden ist. Damit dies gelingt, muss der Salzgehalt in Lebensmitteln gekennzeichnet werden&#8221;, so Hoyer. Besonders geeignet sind nach Einschätzung der Hochdruckliga dafür Ampelfarben in Verknüpfung mit Text. Diese Kombination ist entscheidend für die Verständlichkeit von Nährwertinformationen auf Lebensmitteln. &#8220;Wie erfolgreich diese Methode ist, zeigen Finnland, England und Portugal. Denn dort findet eine Kennzeichnung und eine intensive Gesundheitsaufklärung bereits statt&#8221;, erläutert Hoyer.</p>
<p>Quelle:<br />
Kirsten Bibbins-Domingo, Ph.D., M.D., Glenn M. Chertow, M.D., M.P.H., Pamela G. Coxson, Ph.D., Andrew Moran, M.D., James M. Lightwood, Ph.D.,Mark J. Pletcher, M.D., M.P.H., and Lee Goldman, M.D., M.P.H.: Projected Effect of Dietary Salt Reductions on Future Cardiovascular Disease (10.1056/nejmoa0907355) 20. Januar 2010 in NEJM.org.N Engl J Med 2010.</p>
<p>Deutsche Hochdruckliga e.V.</p>
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		<title>Schmerzmittel können den Blutdruck steigern</title>
		<link>http://www.bluthochdruck.de/schmerzmittel-konnen-den-blutdruck-steigern</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 08:08:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aeses</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Internationale Fortbildungswoche Pharmacon
Verschiedene rezeptfreie Medikamente können die Wirkung blutdrucksenkender  Wirkstoffe verringern. Dazu zählen zum Beispiel einige Schmerzmittel, so genannte  „Grippemittel“, und einzelne Abführmittel. „Wer erhöhte Blutdruckwerte hat oder Blutdrucksenker einnimmt und weitere Medikamente braucht, sollte deshalb immer seinen Apotheker darüber informieren. Das gilt besonders bei rezeptfreien Arzneimitteln, von deren Einnahme der Arzt oft nichts weiß“, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Internationale Fortbildungswoche Pharmacon</p>
<p>Verschiedene rezeptfreie Medikamente können die Wirkung blutdrucksenkender  Wirkstoffe verringern. Dazu zählen zum Beispiel einige Schmerzmittel, so genannte  „Grippemittel“, und einzelne Abführmittel. „Wer erhöhte Blutdruckwerte hat oder Blutdrucksenker einnimmt und weitere Medikamente braucht, sollte deshalb immer seinen Apotheker darüber informieren. Das gilt besonders bei rezeptfreien Arzneimitteln, von deren Einnahme der Arzt oft nichts weiß“, sagte Apotheker Dr. Eric Martin bei der Pharmacon, einer internationalen Fortbildungswoche der Bundesapothekerkammer.</p>
<p>Der Blutdruck wird in der Einheit Millimeter Quecksilbersäule gemessen, abgekürzt mmHg. Von einem Bluthochdruck spricht man von Werten über 140 zu 90 mmHg. Die meisten rezeptfreien Schmerzmittel können bei regelmäßiger oder hochdosierter Einnahme die Blutdruckwerte um 3 bis 4 mmHg steigern. Schon dieser leichte Anstieg verschlimmert langfristig das Risiko für Folgeschäden wie Schlaganfall. Relevant ist diese Wechselwirkung unter anderem bei den Wirkstoffen Ibuprofen oder Naproxen.</p>
<p>Patienten mit erhöhten Blutdruckwerten sollten auch keine so genannten „Grippemittel“ einnehmen. Besser ist es, die verschiedenen Erkältungssymptome &#8211; soweit möglich &#8211; lokal zu behandeln. Abschwellende Nasensprays stören die Blutdruckeinstellung nicht. Salzartige Abführmittel wie Glaubersalz können bei einer Überdosierung ebenfalls einen Blutdruckanstieg verursachen. Besser verträglich sind z.B. Abführmittel mit Quellstoffen. Bekannt ist die blutdrucksteigernde Nebenwirkung verschiedener rezeptpflichtiger Medikamente, z.B. bei Arzneimitteln gegen Depressionen oder Kortison.</p>
<p>Die internationale Fortbildungswoche Pharmacon findet in diesem Jahr zum 40. Mal statt. Sie ist Teil der Fortbildungsoffensive „A &amp; Q – Apotheke und Qualität“.</p>
<p>Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)</p>
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		<title>Zu salziges Essen erhöht das Schlaganfallrisiko</title>
		<link>http://www.bluthochdruck.de/zu-salziges-essen-erhoht-das-schlaganfallrisiko</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 09:57:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aeses</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu viel Salz im Essen erhöht die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden. Denn mit dem Salzkonsum steigt auch der Blutdruck an. Bei einem Verzehr von täglich zehn statt der empfohlenen fünf Gramm Salz, erhöht sich das Schlaganfallrisiko langfristig um fast ein Viertel. Davor warnt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer aktuellen Meta-Analyse. Hierfür hatten die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu viel Salz im Essen erhöht die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden. Denn mit dem Salzkonsum steigt auch der Blutdruck an. Bei einem Verzehr von täglich zehn statt der empfohlenen fünf Gramm Salz, erhöht sich das Schlaganfallrisiko langfristig um fast ein Viertel. Davor warnt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer aktuellen Meta-Analyse. Hierfür hatten die Wissenschaftler Ergebnisse aus 13 Studien mit mehr als 170.000 Teilnehmern ausgewertet.</p>
<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von fünf Gramm Salz am Tag. &#8220;Wer beim Mittagessen regelmäßig nachsalzt oder häufig auf Fertigprodukte oder Fastfood zurückgreift, kommt schnell auf die doppelte Menge&#8221;, erläutert Professor Dr. med. Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und Chefarzt am Kreisklinikum Siegen. &#8220;Dieser Unterschied von fünf Gramm am Tag entspricht in etwa einem Teelöffel. Langfristig steigt das Schlaganfallrisiko dadurch um 23 Prozent. Hinzu kommt noch ein um17 Prozent erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder andere Herzkreislauferkrankungen zu erleiden.&#8221;</p>
<p>Für Grond belegt die Meta-Analyse eindeutig, dass eine salzarme und ausgewogene Ernährung einem Schlaganfall vorbeugen kann. Denn zu salziges Essen führt zu Bluthochdruck. Dieser wiederum ist die wichtigste Ursache von Schlaganfällen. &#8220;Die neue Studie beweist erstmals, wie schädlich ein zu hoher Salzkonsum tatsächlich ist. Durch eine Reduktion des Salzkonsums könnte man weltweit jedes Jahr 1,25 Millionen Menschen vor einem tödlichen Schlaganfall und drei Millionen Menschen vor einem Herz-Kreislauf-Tod bewahren.&#8221;</p>
<p>Ernährungsratschläge allein werden die Situation nach Einschätzung von Grond nicht ändern. &#8220;Das meiste Salz wird dem Essen heute nicht beim Kochen oder am Mittagstisch zugefügt. Es ist bereits in den im Supermarkt gekauften Produkten und Grundnahrungsmitteln wie Brot, Käse und Wurst enthalten.&#8221; Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft fordert deshalb, dass der Salzgehalt der Nahrung besser gekennzeichnet wird.</p>
<p>Quelle:<br />
Strazzullo P, D&#8217;Elia L, Kandala NB, Cappuccio FP.: Salt intake, stroke, and cardiovascular disease: meta-analysis of prospective studies. In: BMJ 2009; 339: b4567</p>
<p>Quelle: Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft</p>
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		<title>Der Volkskrankheit Nr.1 auf der Spur</title>
		<link>http://www.bluthochdruck.de/der-volkskrankheit-nr-1-auf-der-spur</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 06:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aeses</dc:creator>
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		<description><![CDATA[RWTH-Wissenschaftlerin gelingt wichtiger Schritt im Kampf gegen die Atherosklerose Weltweit forschen Wissenschaftler an Ursachen, Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten der Todesursache Nr. 1 in der westlichen Welt. Ein großer Schritt im Kampf gegen Herz- und Gefäßerkrankungen ist nun einer jungen Wissenschaftlerin der RWTH Aachen gelungen.
Professor Dr. Esther Lutgens forscht seit etwa einem Jahr am Institut für Molekulare [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>RWTH-Wissenschaftlerin gelingt wichtiger Schritt im Kampf gegen die Atherosklerose Weltweit forschen Wissenschaftler an Ursachen, Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten der Todesursache Nr. 1 in der westlichen Welt. Ein großer Schritt im Kampf gegen Herz- und Gefäßerkrankungen ist nun einer jungen Wissenschaftlerin der RWTH Aachen gelungen.</p>
<p>Professor Dr. Esther Lutgens forscht seit etwa einem Jahr am Institut für Molekulare Herz-Kreislaufforschung (IMCAR) unter Leitung des renommierten Kardiologen Univ.-Prof. Dr. Christian Weber. Im November 2008 verlieh ihr die Alexander von Humboldt-Stiftung den Sofja-Kovalevskaja-Preis, weil die Niederländerin mit ihren Forschungsarbeiten dazu beitrage, daß sich die Hoffnungen auf eine wirksame Therapie der Atherosklerose künftig erfüllen könnten. Bei der sprichwörtlichen Volkskrankheit, die durch Risikofaktoren wie übergewicht, Bluthochdruck, Rauchen oder Diabetes begünstigt wird, lagern sich Gewebeschichten &#8211; so genannte Plaques &#8211; an der Innenwand von Blutgefässen ab und sammeln sich dort. Diese Ablagerungen sind allerdings schon bei Säuglingen zu beobachten. &#8220;Besonders gefährlich werden die Plaquestücke, wenn sie plötzlich aufbrechen &#8211; das heißt symptomatisch werden &#8211; und die Arterie durch Thrombosebildung auf der bestehenden Plaque verschließen&#8221;, erklärt Professor Weber, der mit seinen Forschungsteams intensiv an Diagnose- und Therapiemöglichkeiten von Herz- und Gefäßerkrankungen &#8211; auch im Forschungsverbund mit der Universität Maastricht &#8211; arbeitet. Verschliesst das Plaquegerinsel Arterien, die unmittelbar zum Herz oder Gehirn führen, drohen Infarkt bzw. Schlaganfall. Dies geschieht besonders häufig bei älteren Patienten.</p>
<p>Esther Lutgens, die an der Maastrichter Universität Medizin studierte, hat im Laufe ihrer Forschungsarbeit ein Molekül des menschlichen Immunsystems gefunden, das möglicherweise Schlüssel für eine erfolgreiche Therapie ist. Hemmt man das Molekül, das den Namen CD40L trägt, so wird nicht nur das Wachstum der Plaque unterdrückt, sondern auch die Entzündung, die dazu führt, daß Plaquestücke herausbrechen und Arterien verschliessen. Doch die Hemmung des Moleküls birgt ein großes Problem: Es ist nämlich wichtig für die Immunabwehr des menschlichen Körpers. Formuliertes Ziel der niederländischen Wissenschaftlerin ist es, einen Weg zu finden, der zwar das Molekül davon abhält, das Wachstum der Plaque und eine Entzündungsbildung zu forcieren, es andererseits aber nicht davon abhält, die Immunabwehr zu unterstützen. Nur das Plaquegewebe soll folglich gegen CD40L unempfindlich gemacht werden, so daß das Molekül in anderen Zellen ungehemmt seine wichtige Funktion entfalten kann. Revolutionär sind daher die Ergebnisse, die die Professorin an der RWTH erzielen konnte und nun in der medizinischen Fachzeitschrift &#8220;Journal of Experimental Medicine&#8221; erstmals veröffentlicht. Bei der Untersuchung menschlichen Gefäßmaterials und vor allem unter Zuhilfenahme von genetisch veränderten Mäusen, konnte sie im direkten Vergleich von symptomatischen mit nicht-symptomatischen, stabilen &#8211; Plaques feststellen, dass es ein spezifisches übermittlungssignal gibt, das erst dem Molekül CD40L den Weg bereitet, Wachstum und Aufbrechen der Plaque zu ermöglichen. Dieses übermittlungssignal ist das Rezeptor-Adapterprotein mit dem Namen TRAF6.</p>
<p>Der Nachweis der Verbindung CD40-TRAF6 im Blutserum anhand eines Tests würde einen großen Schritt in der Diagnostik von Herz- und Gefäßerkrankungen darstellen, seine klinische Erprobung ist dank der Forschungsergebnisse von Esther Lutgens greifbar. Das nächste formulierte Ziel ist nun die Entwicklung eines Medikaments, das die Verbindung CD40-TRAF6 unterdrückt, gleichzeitig aber die wichtige Immunabwehrfunktion des Moleküls CD40 aufrecht erhält. &#8220;Wir sind sehr zuversichtlich, daß durch unsere Forschungsergebnisse in einigen Jahren ein Medikament zur Behandlung von Atherosklerose auf den Markt gebracht werden kann&#8221;, so Esther Lutgens.</p>
<p>Quelle: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (imcar.rwth-aachen.de)<br />
PubMed: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20100871</p>
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		<title>Gewichtsabnahme hilft bei der Reparatur geschädigter Blutgefäße</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 16:11:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aeses</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Übergewicht stört natürliche Reparaturvorgänge in den Blutgefäßen des Herz-Kreislauf-Systems. Eine Gewichtsabnahme kann dies wieder rückgängig machen. Das zeigt ein von der Deutschen Stiftung für Herzforschung &#8211; in Verbindung mit der Deutschen Herzstiftung &#8211; gefördertes Forschungsprojekt Göttinger Wissenschaftler. Es ist eines von derzeit 24 durch die Stiftung unterstützten Forschungsprojekten.
Im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen stehen bei der Forschergruppe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Übergewicht stört natürliche Reparaturvorgänge in den Blutgefäßen des Herz-Kreislauf-Systems. Eine Gewichtsabnahme kann dies wieder rückgängig machen. Das zeigt ein von der Deutschen Stiftung für Herzforschung &#8211; in Verbindung mit der Deutschen Herzstiftung &#8211; gefördertes Forschungsprojekt Göttinger Wissenschaftler. Es ist eines von derzeit 24 durch die Stiftung unterstützten Forschungsprojekten.</p>
<p>Im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen stehen bei der Forschergruppe um Prof. Dr. med. Katrin Schäfer aus der Kardiologie am Herz-Zentrum der Universitätsmedizin Göttingen die so genannten Endothel-Vorläuferzellen. Von diesen aus dem Knochenmark stammenden und im Blut zirkulierenden Zellen weiß man, dass sie zum Schutz der Blutgefäß-Innenauskleidung (Endothel) beitragen. &#8220;Diese Zellen treten etwa bei einer Mangeldurchblutung des Herzmuskels in Aktion, indem sie die Neubildung von Blutgefäßen fördern&#8221;, erläutert Katrin Schäfer, &#8220;oder sie helfen bei Schädigungen der Gefäßwand, dass sich diese wieder regenerieren kann.&#8221; Demgegenüber verschlechtern mehrere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie beispielsweise Rauchen und erhöhte Blutzucker- sowie Cholesterinwerte, die Reparaturfunktionen der Endothel-Vorläuferzellen.</p>
<p>Erstmals genauer erforscht wurde in der vorliegenden Studie, wie sich Übergewicht als eigenständiger Herz-Kreislauf-Risikofaktor auf Endothel-Vorläuferzellen auswirkt. Dazu isolierten und kultivierten die Göttinger Wissenschaftler entsprechende Zellen aus dem Blut von 49 übergewichtigen Teilnehmern eines Gewichtsabnahmeprogramms der Universitätsmedizin Göttingen und verglichen sie mit denen einer normalgewichtigen Kontrollgruppe. Ergebnis: &#8220;Mehrere Fähigkeiten der Endothel-Vorläuferzellen, die normalerweise für deren Reparaturpotenzial von Bedeutung sind, waren bei den übergewichtigen Personen deutlich eingeschränkt&#8221;, so Katrin Schäfer. Dies zeigte sich zum Beispiel in einer verminderten Ausschüttung von speziellen an der Gefäßneubildung beteiligten Signalmolekülen (angiogenetische Chemokine). Die gute Nachricht: Bei den übergewichtigen Studienteilnehmern, die innerhalb eines halben Jahres mit ihrem Gewichtsabnahmeprogramm Erfolg hatten (mindestens 10 Prozent Gewichtsverlust oder Body-Mass-Index unter 35 kg/m2), verbesserten sich die Funktionen der Endothel- Vorläuferzellen wieder. Das zeigten die Nachuntersuchungen sechs Monate nach der ersten Blutanalyse. Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des &#8220;Journal of the American College of Cardiology&#8221; veröffentlicht*.</p>
<p>&#8220;Die Ergebnisse dieser patientennahen Studie&#8221;, kommentiert Prof. Dr. med. Hellmut Oelert, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung, &#8220;sind sowohl für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Krankheiten bei noch Gesunden wie auch für die Prognose bei bereits am Herzen erkrankten Patienten wichtig: Denn sie lassen den Schluss zu, dass jeder, der Übergewicht vermeidet oder es erfolgreich abbaut, damit wirkungsvoll auch die körpereigenen Reparaturvorgänge in seinen Blutgefäßen &#8211; so auch in den Herzkranzarterien &#8211; und damit seine Herz-Kreislauf-Gesundheit unterstützt.&#8221; Das Forschungsprojekt wird mit erweiterter Fragestellung fortgesetzt und auch im Jahr 2010 von der Deutschen Stiftung für Herzforschung unterstützt.</p>
<p>Zur Deutschen Stiftung für Herzforschung:</p>
<p>Als Schwesterorganisation der Deutschen Herzstiftung e. V. fördert die Deutsche Stiftung für Herzforschung patientennahe Projekte von hohem wissenschaftlichem Niveau in der klinischen Forschung und Grundlagenforschung.</p>
<p>* Heida, Nana-Maria et al., Effects of Obesity and Weight Loss on the Functional Properties of Early Outgrowth Endothelial Progenitor Cells, J.Am.Coll.Cardiol., 2010, 55: 357-367.</p>
<p>http://content.onlinejacc.org/cgi/content/short/55/4/357</p>
<p>Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V. / Deutsche Stiftung für Herzforschung</p>
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		<title>Barmer GEK Arztreport 2010 Viele Patientenkontakte, wenig Zeit</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 10:05:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aeses</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zahl der ärztlichen Behandlungen steigt weiter. Das zeigen repräsentative Auswertungen im aktuellen Barmer GEK Arztreport zur ambulanten Versorgung in Deutschland.
Die häufigsten Diagnosen 2008 waren Rückenschmerzen (26 Prozent), Bluthochdruck (25,4 Prozent), Sehstörungen (21,5 Prozent) und Fettstoffwechselstörungen.
Niedergelassene Ärzte rechneten im Jahr 2008 je Versichertem durchschnittlich 7,5 Behandlungsfälle (&#8220;Krankenscheine&#8221;) ab. 2007 waren es noch 7,1, im Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zahl der ärztlichen Behandlungen steigt weiter. Das zeigen repräsentative Auswertungen im aktuellen Barmer GEK Arztreport zur ambulanten Versorgung in Deutschland.</p>
<p>Die häufigsten Diagnosen 2008 waren Rückenschmerzen (26 Prozent), Bluthochdruck (25,4 Prozent), Sehstörungen (21,5 Prozent) und Fettstoffwechselstörungen.</p>
<p>Niedergelassene Ärzte rechneten im Jahr 2008 je Versichertem durchschnittlich 7,5 Behandlungsfälle (&#8220;Krankenscheine&#8221;) ab. 2007 waren es noch 7,1, im Jahr 2004 sogar nur 6,5. Rund die Hälfte der fünfprozentigen Steigerung dürfte auf Direktabrechnungen von Laborgemeinschaften zurückgehen. Auch die Behandlungsrate stieg noch einmal von 92,6 auf 92,9 Prozent.</p>
<p>Damit hat die Zahl der Arztbesuche ebenfalls zugenommen. Zwar ist mit Einführung von Abrechnungspauschalen eine direkte Auszählung von ambulanten Arztkontakten nicht mehr möglich &#8211; rechnerisch ergeben sich 2008 nur noch 13,5 erfasste Arztkontakte. Doch lässt der Anstieg von Behandlungsrate und Fallzahlen auf einen Anstieg der Arztkontakte schließen. In den Jahren 2006 und 2007 wurden je Behandlungsfall konstant 2,5 Arztkontakte ermittelt. Legt man diesen Faktor und die gestiegenen Fallzahlen zugrunde, so ist von einem leichten Anstieg von 17,7 auf 18,1 Arztkontakte pro Versichertem und Jahr auszugehen.</p>
<p>Die Behandlungsfrequenz deutscher Ärzte ist im internationalen Vergleich etwa doppelt so hoch. Überschlägt man die Zahlen von 2007, ergeben sich durchschnittlich 10.735 Patientenkontakte pro Jahr und 224 Kontakten pro Woche. Das bedeutet durchschnittlich rund 45 Patienten pro Werktag und acht Minuten pro Patientenkontakt. Für Autor Dr. Thomas Grobe vom Hannoveraner Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG) stellt sich die Ressourcenfrage: „Für den einzelnen Patientenkontakt bleibt offenbar immer weniger Zeit. Mancher Arztkontakt dürfte sich wiederum durch längere Behandlungszeiten erübrigen.“</p>
<p>Aber steht das hohe Niveau der Patientenkontakte für Über- oder Fehlversorgung? Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK. Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, lobt das breite Angebot und die hohe Akzeptanz der ambulanten Versorgung in Deutschland, fordert jedoch mehr kooperative Steuerung: &#8220;Die Wirkung der Praxisgebühr ist fraglich und die grundsätzlich sinnvolle hausarztzentrierte Versorgung steckt in der Sackgasse. Mit dreiseitigen Vereinbarungen zwischen Krankenkassen, Hausarztverbänden und Kassenärztlichen Vereinigungen könnten wir den gordischen Knoten lösen.&#8221; Auch bei der Bedarfsplanung sollte laut Schlenker über Verträge zwischen Dreien verhandelt werden: &#8220;Niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser müssen gemeinsam mit den Kassen eine ausreichende und qualitativ hochwertige Versorgung auch außerhalb der großen Städte sicherstellen.&#8221;</p>
<p>Der Barmer GEK Report schließt an die GEK Reports zur ambulant ärztlichen Versorgung an, die seit 2006 jährlich vom ISEG veröffentlicht werden und mittlerweile einen stabilen Fünfjahrestrend abbilden. Datenbasis sind die ambulanten Abrechnungsdaten von rund 1,7 Millionen Versicherten der ehemaligen GEK. Dies entspricht einem Anteil von rund 2 Prozent an der bundesdeutschen Bevölkerung und ermöglicht repräsentative Hochrechnungen sowie Rückschlüsse auf die Situation der ambulanten Gesamtversorgung.</p>
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		<title>Losartan als Generikum</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 18:45:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Patent für den Blutdrucksenker Lorzaar (Losartan / MSD Sharp &#038; Dohme) läuft eigentlich erst im März 2010 aus. Doch Generikakonzern Sandoz Hexal hat sich in Deutschland gegenüber der Konkurrenz einen Vorsprung verschafft: Ein so genannter Early-Entry-Vertrag mit MSD sichert der Novartis-Tochter für das eigene Losartan-Präparat ein vorübergehendes Exklusivrecht unter den Generikaherstellern.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Patent für den Blutdrucksenker <a href="http://www.bluthochdruck.de/therapie-des-bluthochdruck-mit-sartane">Lorzaar (Losartan / MSD Sharp &#038; Dohme)</a> läuft eigentlich erst im März 2010 aus. Doch Generikakonzern Sandoz Hexal hat sich in Deutschland gegenüber der Konkurrenz einen Vorsprung verschafft: Ein so genannter Early-Entry-Vertrag mit MSD sichert der Novartis-Tochter für das eigene Losartan-Präparat ein vorübergehendes Exklusivrecht unter den Generikaherstellern.</p>
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