Hoher Salzgehalt in vielen Fertigprodukten

11. August 2009 | Kategorie: Uncategorized
             

foodwatch hat 22 Produkte auf ihren Salzgehalt untersucht. Fazit: Vor allem Fertiggerichte sind oft extrem salzig – überraschend hohe Werte gab es auch bei Schokolade oder Käse. Die Nährwert-Ampel würde auf einen Blick zeigen, wie viel in manchen Lebensmitteln steckt. Wichtig gerade für Menschen mit Bluthochdruck.

Salz ist ein Elexier des Lebens – der Mensch braucht es zum Überleben. Doch zu viel davon kann der Gesundheit abträglich sein. Insbesondere für Menschen mit Bluthochdruck, immerhin 38 Millionen in Deutschland. Ärzte und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen eine Tageszufuhr an Salz von fünf bis sechs Gramm, schon ein bis 1,5 Gramm gelten als ausreichend. Der tatsächliche Konsum liegt deutlich darüber, bei männlichen Jugendlichen sogar um zehn Gramm Salz am Tag.

Verständliche Salz-Kennzeichnung fehlt

Drei Viertel der täglichen Zufuhr nehmen Verbraucher durch versteckte Salze in zusammengesetzten Lebensmittel zu sich. Wer seinen Salzkonsum reduzieren will, muss also beim Einkauf im Supermarkt beginnen. Das Problem: Meistens können Verbraucher gar nicht erkennen, wie viel Salz in den Lebensmitteln steckt. Wenn verhanden, ist die Nährwertkennzeichnung verwirrend, oft ist nicht der Salz-, sondern der Natriumgehalt angegeben. foodwatch hat daher zum Test 22 Produkte auf ihren Salzgehalt untersucht und mit der Ampelkennzeichnung versehen. Fazit: Das weiße Kristall wird in vielen Fertiggerichten zu großzügig verwendet, aber auch in Süßigkeiten steckt oft mehr Salz als allgemein angenommen.

Der foodwatch-Ampeltest zeigt: Mit dem Verzehr von 100 Gramm der Tütensuppe “Thai Chef Ente” oder einer “Ristorante Pizza Speciale” von Dr. Oetker ist der Tagesbedarf an Salz bereits gedeckt. Die Nährwert-Ampel würde dies durch einen roten Punkt beim Salzgehalt auf einen Blick aufzeigen. Auch Käse, Senf oder Brot liegen oft im roten Bereich. Relativ viel Salz verbirgt sich auch in Produkten, in denen es kaum ein Verbraucher erwartet: Für einen Snickers-Riegel, eine Tafel Milka Alpenmilch-Schokolade oder eine Dose “King’s Crown Junge Erbsen mit Möhrchen” springt die Ampel immerhin auf Gelb.

Wie die Fotostrecke auf foodwatch.de belegt, könnte die Lebensmittel-Ampel Abhilfe schaffen. Sie signalisiert den Verbrauchern auf einen Blick den Salzgehalt eines Produktes. Das ist besonders wichtig für Menschen, die an einem zu hohen Blutdruck oder an Herz- und Kreislaufproblemen leiden. Für sie kann eine verständliche Nährwertinformation gesundheitsrelevant sein. Auch deshalb setzt sich foodwatch für die Ampel ein.

Quelle: www.foodwatch.de

Lesen Sie dazu bitte auch den Beitrag zur Mediterranen Kost und die grundsätzlichen Hinzweise zur Ernährung.

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