Kombinationstherapien mit Olmesartan und Amlodipin senken Blutdruck und schützen Gefäße

6. Dezember 2011 | Kategorie: News, Sartane
             

Das Erreichen des Zielwertes von 130/90 mmHg zu erreichen und gleichzeitig protektiv gegen atherosklerotische Effekte vorzugehen, ist der Anspruch an eine moderne antihypertensive Therapie. Die meisten Hypertoniker brauchen mehr als ein Antihypertensivum, um eine Blutdrucksenkung zu erreichen, Fixkombinationen erleichtern die Einnahme und erhöhen die Compliance (1). „Moderne Fixkombinationstherapien bieten durch synergistische Effekte der einzelnen kombinierten Wirkstoffe geeignete Strategien für einen besseren Behandlungserfolg“, so Prof. Reinhard Ketelhut, Berlin. Olmesartan stelle aufgrund seiner Eigenschaften einen geeigneten Partner für eine fixe Kombination dar, bei der eine schnelle und starke Blutdrucksenkung mit möglichem Zusatznutzen im Vordergrund steht.

ROADMAP-Studie: Kombinationstherapie mit Olmesartan schützt die Niere

Sartane wirken sich günstig aus, weil sie Progenitorzellen des Endothels und Gefäßpermeabilität günstig beeinflussen sowie Mikroinflammation und oxidativen Stress mindern, so Prof. Hermann Haller, Hannover. Er stellte die Ergebnisse der ROADMAP (Randomised Olmesartan and Diabetes Microalbuminuria Prevention)-Studie mit 4.447 Typ-2-Diabetikern vor (2), in der geprüft wurde, ob der Angiotensin-Rezeptorblocker Olmesartan Mikroalbuminurien verzögern oder verhindern könne. Die Patienten erhielten median 3,2 Jahre lang entweder 40 mg/ Tag Olmesartan oder Placebo, zusätzlich konnten Antihypertensiva (außer ACE-Hemmern oder ARBs) verabreicht werden, um den Zielwert von 130 mm/Hg zu erreichen. Primärer Endpunkt war das Auftreten einer Mikroalbuminurie, sekundäre Endpunkte waren die Zeitpunkte bis zu renalen und kardiovaskulären Ereignissen. 8,2% der Olmesartan-Gruppe entwickelten eine Mirkroalbuminurie gegenüber 9,8% in der Placebo-Gruppe, die Zeit bis dahin konnte um 23% verlängert werden unter Olmesartan. In der Subgruppe der hypertonen Diabetiker wurde das Risiko für das erstmalige Auftreten einer Mikroalbuminurie um 25% gesenkt.
ROADMAP habe belegt, so Haller, “dass sich eine Mikroalbuminurie, die das erste Zeichen einer Nierenschädigung ist, durch eine primärpräventive Behandlung mit Olmesartan bei Patienten mit Typ-2-Diabetes wirksam verhindern lasse.” (4,5)

Nicht alle Kombinationstherapien hätten sich als gleich effektiv erwiesen, wie Prof. Franz Messerli, New York, erläuterte, vor allem auch im Hinblick auf die Reduktion der Risiken für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Tod. In der ACCOMPLISH-Studie (3) mit 11.506 Patienten wurde die Effektivität der Kombination eines ACE-Hemmers mit Amlodipin direkt mit der Kombination aus ACE-Hemmer und HCT verglichen. Die Studie wurde vorzeitig abgebrochen, denn es zeigte sich bald schon eine signifikante (>20%) Reduktion von Morbidität und Mortalität in der ACE-Hemmer/Amlodipin-Gruppe. Da die Blutdrucksenkung in beiden Studienarmen vergleichbar war, so Messerli, könnte Amlodipin einen Zusatznutzen – besonders bei der Senkung der kardiovaskulären Risiken – bringen. Dies prädestiniere Amlodipin als einen wirkungsvollen Partner in der Kombinationstherapie, schloss Messerli.

1. Sanberg et al. Poster presented at ISPOR May 2011, Baltimore. PCV62
2. Haller H et al. N Engl J Med 2011
3. Jamerson K et al. NEngl J Med 2008; 359: 2417-2428
4. Haller H et al. N Engl J Med 2011; 364: 907–917
5. Haller H et al. Präsentation beim ESH-Kongress, Oslo 2010

Quelle: Daiichi Sankyo-Satellitensymposium „At1-Blocker und Kalziumantagonist – ein ideales Paar“, 24.11.2011, Köln

Kommentare sind geschlossen