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Mediterrane Kost

Viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch, lieber Fisch

Die Mittelmeer (d.h. “mediterrane”) Küche Süditaliens, Maltas, Griechenlands oder Spaniens gilt vielen Medizinern als vorbildlich. Gemeint ist damit eine Ernährung mit viel Gemüse und wenig Fleisch. Auch die vielen ungesättigten Fettsäuren haben einen hohen Stellenwert. Hinzu kommen frische Tomaten mit Zwiebeln ebenso wie grüner Salat und eingelegte Artischocken, Sellerie und Weißkohl, Oliven und zum Abschluss in der Regel auch Früchte. Fast immer gehört Olivenöl dazu. Die Fleischportionen sind kleiner, und Gemüse gilt nicht nur als Beilage. Stattdessen kommt häufiger Seefisch auf den Teller – das ist nicht nur im Hinblick auf eine ausreichende Jodzufuhr eine gute Empfehlung.

Auch für die Versorgung mit Omega-Fettsäuren, oder besser  Omega-3-Fettsäuren, die dazu beitragen, Herzinfarkt und Schlaganfall vorzubeugen, sind sie wichtig. Fettsäuren finden seit vielen Jahren großes Interesse der Wissenschaft: Schon 1952 zeigte die inzwischen in Fachkreisen geradezu berühmte „Sieben-Länder-Studie“ – bei der die USA und nordeuropäische Staaten wie Finnland einerseits und südeuropäische wie Griechenland und Italien andererseits verglichen wurden – dass die Südeuropäer sehr viel seltener unter koronaren Herzkrankheiten (KHK) leiden, offensichtlich ernährungsbedingt.  In diesem Zusammenhang spielt Olivenöl eine entscheidende Rolle. Es enthält ungewöhnlich viel Ölsäure, die zu den einfach gesättigten Fettsäuren zählt. Diese tragen dazu bei, den Anteil des LDL-Cholesterins im Blut zu senken.

Ein hoher LDL-Cholesterinspiegel gilt vielen Medizinern als Risikofaktor für Arteriosklerose und damit auch für Herzinfarkt. Schon das Flaschen-Etikett verrät viel über ein Olivenöl. So muss neben den Qualitätsstufen auch die Herkunft des Öls auf der Flasche angegeben werden. Bei den besten Olivenölen findet sich der Aufdruck „Natives Olivenöl extra“, auf italienisch heißt das zum Beispiel „Olio di oliva vergine extra“. Auf dieses „extra“ kommt es den Experten zufolge an. Denn ein Olivenöl dieser höchsten Qualitätsstufe darf maximal ein Gramm freie Fettsäuren pro 100 Gramm Öl enthalten. Auch bei der Geruchs- und Geschmacksprüfung müssen diese Öle Spitzenwerte erreichen.

Bewegung und mediterrane Kost schützen vor Alzheimer

Für die Mediterrane Kost sprechen auch noch weitere Argumente: Denn die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung senken die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken. Eine amerikanische Studie zeigte, dass eine strikt mediterrane Kostund zugleich mit viel Bewegung die Alzheimer-Wahrscheinlichkeit um 60 Prozent senken konnte.Dabei verringern beide Faktoren gemeinsam die Gefährdung noch deutlicher, so das Resultat einer amerikanischen Studie.

Die Forscher der Columbia Universität in New York untersuchten knapp 1.900 ältere Einwohner von Manhattan, die zunächst noch keine Zeichen von geistiger Beeinträchtigung zeigten. Die Teilnehmer wurden zu Ernährung und Bewegungspensum befragt und anschließend regelmäßig auf ihre Geisteskraft getestet. Während des Untersuchungszeitraums von gut fünf Jahren erkrankten 282 Senioren an Morbus Alzheimer.

Bewegung und richtige Ernährung senkte Risiko deutlich

Körperliche Aktivität reduzierte die Wahrscheinlichkeit für diese Form der Demenz um etwa 33 Prozent, wobei die Gefährdung bei höherem Bewegungspensum stärker sank. Eine strikt mediterrane Kost mit viel Fisch, Obst sowie Gemüse und die Meidung von rotem Fleisch und Milchprodukten verringerte das Risiko um 40 Prozent. Gemeinsam senkten eine solche Ernährung und viel Bewegung die Alzheimer-Wahrscheinlichkeit sogar um 60 Prozent, wie die Forscher im “Journal of the American Medical Association” schreiben.

Quelle: Adherence to a Mediterranean Diet, Cognitive Decline, and Risk of Dementia