Meditation

Bluthochdruck hat viel mit Stress zu tun. Jeder kennt das: “Ich bin total im Stress.” Unabhängig davon, wie begründet Stress sein mag, sollte man sich immer dessen bewusst sein, dass es auch viel “selbst gemachten” Stress gibt. Wege aus dem Stress können Änderung der Lebenssitution bedeuten. Oft empfehlenswert, aber meistens nicht so einfach durchfürhbar. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, Stress zu begegnen: Autogenes Training, Yoga oder auch Meditation:

Meditation ist ein Hilfsmittel, einen vom Alltagsbewusstsein unterschiedenen Bewusstseinszustand zu üben, in dem das gegenwärtige Erleben im Vordergrund steht, frei von gewohntem Denken, vor allem von Bewertungen und von der subjektiven Bedeutung der Vergangenheit (Erinnerungen) und der Zukunft (Pläne, Ängste usw.).

Viele Meditationstechniken helfen, einen Bewusstseinszustand zu erreichen, in dem äußerst klares hellwaches Gewahrsein und tiefste Entspannung gleichzeitig möglich sind. Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln.

Achtsamkeitsmeditation kann Bluthochdruck und Stress reduzieren.

“Mindfulness-Based Stress Reduction”, kurz MBSR, heißt ein achtwöchiges, standardisiertes Trainingsprogramm zum Erlernen der Achtsamkeit als Geisteshaltung, das von ausgebildeten Trainern weltweit angeboten wird. Es handelt sich aber nicht um eine Therapie, sondern um eine Geisteshaltung, die ihre Wurzeln im Buddhismus hat – eine Geisteshaltung, die durch Meditation erlernt werden kann.

In einer vom Glauben losgelösten Form führte der US-amerikanische Molekularbiologe Jon Kabat-Zinn die Achtsamkeitsmeditation in den späten 70er Jahren in die Schulmedizin ein. Zunächst war sein Programm als Methode zur Stress- und Angstbewältigung gedacht, mittlerweile diskutieren Wissenschaftler positive Auswirkungen der achtsamen Geisteshaltung auf das Herzkreislauf- und Immunsystem, den Verlauf von unterschiedlichen chronischen Erkrankungen, Schmerzzuständen, Schlafstörungen und Depressionen.

“Salopp formuliert: Meditation ist deutlich besser als Rumsitzen und Nichtstun! Zu Risiken und positiven Nebenwirkungen fragen Sie bitte keinen Apotheker.” (Zitat: Dr. med. Eckart von Hirschhausen)

Kabat-Zinn definiert Achtsamkeit als einen Bewusstseinszustand, in dem man jeden einzelnen Augenblick bewusst erfasst, in dem man seine Aufmerksamkeit vorsätzlich, also ganz bewusst, auf all jene Dinge richtet, über die man gewöhnlich nie nachdenkt, z.B. auf seinen Atem.

Besonders bei Ungeübten schweifen die Gedanken immer wieder ab zu den Aufgaben des Alltags, die noch zu erledigen sind. Das dürfen sie. In der Achtsamkeitsschulung ist es durchaus “zulässig”, mal nichts zu spüren, wichtig ist nur, auch diese Gedanken wahrzunehmen, zu beobachten und nicht zu bewerten – also nicht zu denken: “Ich muss mich jetzt auf meinen Atem konzentrieren.”

Elemente der Achtsamkeitsmeditation sind die Atem-, Sitz- oder Gehmeditation.


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