Potenzial Früherkennung: Was die Nierenwerte aussagen

17. Juni 2010 | Kategorie: Gesundheitstipps, Prävention
             

Nierenerkrankungen nehmen zu. Die Therapie ist teuer und für die Betroffenen leidvoll, die Früherkennungsmaßnahmen hingegen sind günstig und effektiv. Darüber hinaus erfassen sie nicht nur die Nierengesundheit per se, sondern sie sind auch ein valider Spiegel für den Allgemeinzustand der Patienten.

Vom 25.-28. Juni 2010 findet in München der europäische Nierenkongress statt.

Bereits jetzt werden in Dtl. jährlich für nur 70.000 Dialysepatienten ca. 2,5 Mrd. Euro ausgegeben. Und wir sehen erst die Spitze des Eisbergs: Die chronische Niereninsuffizienz ist eine Folgeerkrankung von Diabetes mellitus und Bluthochdruck. Da bei diesen “Volkskrankeiten” die Inzidenz in den letzen Jahren stark gestiegen und die Dunkelziffer immer noch hoch ist, muss zukünftig mit einer potenziell viel größeren Prävalenz von nierenkranken Menschen gerechnet werden.

Nur eine verbesserte Prävention kann dieser Entwicklung entgegenwirken. Die Früherkennungsmaßnahmen sind einfach, sie bestehen aus einen Urintest auf Albumin und einer Kreatinin-Blutbestimmung, mit deren Hilfe die Filterleistung der Nieren (GFR) berechnet wird. Es handelt sich also um eine Früherkennung, die nicht teuer oder aufwändig ist, sie wird auch von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Diese Früherkennungstest sind zudem von besonderer Bedeutung, da man weiß, dass die beiden Parameter (Albuminurie/ GFR) nicht nur Aussagen über die Nierenfunktion erlauben, sondern auch aussagekräftige prognostische Parameter für die kardiovaskuläre und Gesamtmortalität sind. Die Nieren-Parameter können also kardiovaskuläre Hochrisiko-Patienten stratifizieren, bevor eine Nierenerkrankung zum Tragen kommt.

Weitere Informationen: http://www.eraedta2010.org und http://www.dgfn.eu

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN)

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