Reform der Ärzte-Honorarordnung

2. Januar 2009 | Kategorie: Uncategorized
             

Maximal 72 Euro im Quartal kann ein Herzspezialist für einen Kassenpatienten ab 1. Januar 2009 abrechnen. 72 Euro für Anamnese, körperliche Untersuchung, Ruhe- und Belastungs-EKG, Herz-Ultraschall und schriftlichen Befund. Nimmt er noch eine Sonographie der Halsschlagader vor, wie es sich bei Bluthochdruck laut Qualitätsstandard gehört, entdeckt er dabei gefährliche Ablagerungen und verordnet entsprechende Medikamente, erhält er keinen Cent zusätzlich. Das ist Schlaganfall-Prävention zum Nulltarif. Denn 72 Euro stellen nicht einmal den Herz-Ultraschall kostendeckend dar.

Das ist nur ein Ausschnitt der bundesweit verbindlichen Reform der Ärzte-Honorarordnung, die aufgrund verschiedener komplizierter Neuregelungen vielen Facharztpraxen herbe Umsatzeinbrüche beschert. So sind die Fallzahlen, für die es Geld gibt, nach oben begrenzt, bisherrige Abrechnungen einzelner Tätigkeiten durch niedrigere Pauschalen ersetzt und die regionalen Strukturverträge mit verschiedenen Kassen, wie sie für bestimmte Leitungen etwa den Halsschlagader-Ultraschall existierten, abgeschafft.

Kommentare sind geschlossen