Zwei Drittel der Patienten erreichen nicht das angestrebte Blutdruckziel

23. Januar 2009 | Kategorie: Uncategorized
             

Konsenspublikation spricht die Bedürfnisse dieser “challenging Patients” (anspruchsvollen Patienten) an

Weniger als ein Drittel der Patienten in Europa erreichen eine akzeptable Blutdruckeinstellung. Die restlichen zwei Drittel sind so genannte “challenging patients”, d.h. Patienten, deren Blutdruck vom Arzt nur schwer eingestellt werden kann. Dies sind die alarmierenden Ergebnisse einer Konsenspublikation, im Journal of Hypertension (1), die von einer internationalen Gruppe von Experten veröffentlich wurde. Ein “challenging patient” ist danach im Wesentlichen ein Patient mit einem Blutdruck von über 140/90 mmHg. Obwohl gegenwärtig die Auffassung besteht, dass auch eine Annäherung an normale Werte akzeptabel ist, lebt die Mehrheit dieser Patienten mit vermeidbaren Folgeerkrankungen oder stirbt vorzeitig (2). Die Mediziner rufen deshalb zu dringenden Massnahmen auf.

Die Ärztegruppe diskutierte die Herausforderungen, denen sich europäische Ärzte in der derzeitigen kritischen Situation bei der Behandlung von Bluthochdruck täglich gegenübersehen. Sie kamen zu der Überzeugung, dass weitere Misserfolge bei der Behandlung von Bluthochdruck eine nicht akzeptable Belastung für Patienten, Familien und die Gesellschaft darstellten. Diese seien jedoch durch geeignete therapeutische Massnahmen vermeidbar.

Professor Josep Redon, Vorsitzender des Hospital Clinico der Universität von Valencia, Spanien, zur Konferenz und der Konsenspublikation: “Wir sind gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass Patienten mit einem Blutdruck von über 140/90 mmHg ein grösseres Risiko für das Fortschreiten einer kardiovaskulären Erkrankung, Tod oder Behinderung haben, als Patienten mit optimal eingestelltem Blutdruck. Es ist eine echte Herausforderung, die Blutdrucksollwerte für diese Patienten zu erreichen, und darum ist eine anhaltende Optimierung der Behandlung erforderlich, und zwar so lange bis der angestrebte Blutdruck erreicht wird.”

Die Kosten, die durch Untätigkeit oder ineffektive Massnahmen in Europa verursacht werden, belaufen sich jährlich auf schätzungsweise 192 Milliarden Euro (3). Um dies zu ändern, identifiziert die Konsenspublikation wichtige Herausforderungen und formuliert effektive Lösungen, die ein einfaches Ziel haben: Alle “challenging patients” müssen optimale Blutdruckwerte erreichen, um Folgeerkrankungen zu vermeiden, Leben zu retten und die finanziellen Belastungen der Gesundheitssysteme zu verringern, die durch kardiovaskuläre Erkrankungen aufgrund von Bluthochdruck verursacht werden.

Die Herausforderungen

Die sechs wichtigsten Herausforderungen beim Erreichen optimaler Blutdruckwerte sind demnach: (1) unzulängliche Vorbeugung; (2) falsches Risikobewusstsein; (3) Mangel an einfachen Behandlungsmethoden; (4) therapeutische Schwerfälligkeit; (5) unzureichende Patientenaufklärung; und (6) keine Unterstützung seitens der Gesundheitssysteme.

Empfehlungen

Um die in der Konsenspublikation identifizierten Herausforderungen zu bewältigen, werden sechs Massnahmen empfohlen, um die Anzahl der “challenging patients” zu ermitteln (i) und zu reduzieren (ii):

  • Identifizieren von Patienten, deren Blutdruck nicht kontrolliert ist, und Schärfen des Gefahrenbewusstseins bezüglich Bluthochdruck in allen Gesellschaftsschichten, damit Patienten schnell optimale Blutdruckwerte erreichen
  • Zeit in eine intensive Patientenaufklärung investieren
  • Einsatz multidisziplinärer Behandlungsmethoden
  • Übertragen von Mitverantwortung für die eigene kardiovaskuläre Gesundheit auf den Patienten
  • Vereinfachung der Behandlungsmethoden durch Einsatz der effektivsten und für den Patienten und seine Therapietreue angenehmste Therapie
  • Der Arzt sollte eine führende Rolle in seinem Fachbereich und in der Gesellschaft übernehmen, wenn es darum geht, die Bedeutung einer
    effektiven Blutdruckkontrolle bekannt zu machen.

Einfache wirksame Behandlung erreicht Zielwerte für schwierige Patienten

Diese Befunde der Konsenspublikation werden von den Ergebnissen einer randomisierten multizentrischen Doppelblindstudie unterstützt, die einfache, flexible Behandlungsmethoden an zahlreichen anspruchsvollen Patienten untersuchte und die in der neuesten Ausgabe der Clinical Drug Investigation (5) veröffentlicht wurde.

Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit und Sicherheit einer täglichen Dosis von Olmesartan und Amlodipin (SEVIKAR(R)) in einer einzigen Tablette bei Patienten mit mässigem bis schwerem Bluthochdruck zu bestimmen, die nicht auf die acht Wochen lange Behandlung mit Amlodipin reagiert hatten. Bei fast 75 Prozent dieser Patienten handelte es sich im Wesentlichen um “challenging patients”, die die Zielwerte mit einer Amlodipin-Monotherapie nicht erreichen konnten.

Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist, dass mit SEVIKAR(R) in nur acht Wochen nach Behandlungsbeginn eine höhere Reduzierung des Blutdrucks und bessere Werte als mit einer Monotherapie von 5 mg Amlodipin erzielt wurden. Tatsächlich hatten 70 Prozent der “challenging patients”, die mit einer aktiven Kombinationstherapie behandelt wurden, ihre Zielwerte bis zur 24. Woche erreicht. Die Ergebnisse wiesen ausserdem darauf hin, dass eine angemessene Steigerung der SEVIKAR(R) Dosis zu einer weiteren Reduzierung des Blutdrucks führte.

Ausgesprochen wichtig ist, dass das Studiendesign demonstrierte, wie mit SEVIKAR(R) eine Reduzierung des Blutdrucks und die Zielwerte in einer Situation erreicht werden können, die der klinischen Praxis sehr nahe kommt. Die Ergebnisse zeigen damit auch die Möglichekeit einer fortlaufenden Behandlungsoptimierung bis zum Erreichen des Blutdrucksollwertes auf.

Diese Studie ist die jüngste in einer Reihe von gross angelegten randomisierten klinischen Studien, die nachweisen, dass Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck (6) (so genannte “challenging patients “) mit SEVIKAR(R) erfolgreich bis zur Erreichung des allgemein akzeptierten Blutdruckzielwerts von weniger als 140/90 mmHg behandelt werden können. (7),(8),(9)

Info über DAIICHI SANKYO

DAIICHI SANKYO ist ein globales Pharmaunternehmen, das sich auf die Erforschung und Vermarktung von innovativen Medikamenten konzentriert. Das Unternehmen ist im Jahr 2005 aus der Fusion der beiden japanischen Traditionskonzerne Daiichi und Sankyo entstanden. Mit einem Nettoumsatz von über 5,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2007 gehört DAIICHI SANKYO zu den führenden 20 Pharmaunternehmen der Welt. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Tokio und die Europazentrale in München. DAIICHI SANKYO unterhält Niederlassungen in 12 europäischen Ländern und ist seit 1990 eines der führenden japanischen Pharmaunternehmen in Europa mit Produktionsanlagen und Vertriebsniederlassungen. In seinen Forschungsaktivitäten konzentriert sich das Unternehmen auf die Bereiche Herz/Kreislauf, Hämatologie, Diabetes, Antiinfektiva und Krebs. Ziel ist es, Arzneimittel zu entwickeln, die als beste in ihrer Klasse gelten oder eine neue Wirkstoffklasse begründen. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.daiichi-sankyo.eu

Weitere Informationen zu SEVIKAR(R) und The Challenging Patient finden Sie unter: http://www.sevikar.com und http://www.challengingpatient.com

Quellennachweis

1. Redon etal. 2008 J Hypertens 26(12):S1-S14
2. Neal etal Lancet 2000;356:1955-64
3. Allender etal. European Heart Network 2008
4. Wang etal. Arch Intern Med 2007;167:141-7
5. Vople etal Clin Drug Investig. 2009;29(1):11-25
6. Chrysant etal. Clin Ther, 2008. 30(4): 587-604.
7. Mancia etal. J Hypertens 2007;25(6):1105-87.
8. WHO. The world health report 2002 – Reducing risks, promoting a healthy life.
9. Chobanian etal. JAMA 2003;289(19):2560-72.

Source: Daiichi-Sankyo

Kommentare sind geschlossen